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Ev. luth. Kirchengemeinde Langenholtensen
Kreis Northeim - Südniedersachsen



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Die Losungen für Freitag, 15. Dezember 2017
Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden.
Durch den Glauben verließ Mose Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn.


Passend gekleidet?

Predigt von Pastorin Luitgardis Parasie über Ps. 24 am 1. Advent 2017 in Langenholtensen

Vor einiger Zeit in der Umkleidekabine beim Sport. Es ging um das Thema: Was muss vor Weihnachten noch alles vorbereitet werden? „Ich muss unbedingt die Fenster putzen“, sagte die eine, „meine Schwiegereltern kommen, und die nehmen’s immer dermaßen genau.“ Eine andere meinte: „Als ich die Keksdosen von den Schränken holte, da hab ich gesehen, wie es da oben auf den Küchenschränken aussieht, habt ihr da mal geguckt? Alles voller festgeklebtem Staub!“ und so ging es weiter. – Mir lag es auf der Zunge zu fragen: Und was ist mit eurer Seele? Gebt ihr euch da auch so viel Mühe, dass die gut vorbereitet ist?

3    Wer wird hinaufsteigen auf den Berg des Herrn, und wer wird stehn an seinem heiligen Ort?
4     Der rein an den Händen ist und lauteren Herzens, der seine Seele nicht zum Nichts erhebt und nicht falsch schwört.
5     Der wird Segen nehmen vom Herrn und Gerechtigkeit von dem Gott seines Heils.
7    Erhebt eure Häupter, Tore, erhebt euch, uralte Türen, denn der König der Ehre kommt.
8    Wer ist dieser König der Ehre? Es ist der Herr, stark und gewaltig, der Herr, stark im Kampf.


Liebe Gemeinde,
mein Mann und ich wollten mal in Südfrankreich in einem schönen Restaurant abends essen gehen und gingen mittags vorbei um einen Tisch zu bestellen. Die Dame am Empfang maß uns von oben bis unten mit kritischem Blick, unsere legeren Urlaubsklamotten, und dann sagte sie: „Mais il faut etre habillé. Pas de Jeans.“
Tja, für ein edles Abendessen oder ein Fest muss man entsprechend gekleidet sein, sonst blamiert man sich oder wird gar nicht erst reingelassen.

Auch in Psalm 24 geht es um ein Fest und Menschen fragen danach: Wie muss ich mich vorbereiten, damit ich eingelassen werde? „Wer wird hinaufsteigen auf den Berg Jahwes, und wer wird stehn an seinem heiligen Ort?“ In welcher Garderobe muss ich bei Gottes Fest erscheinen?
Nun, jedenfalls nicht mit schmutzigen Händen, ist die Antwort im nächsten Vers. Na, dass man geduscht zu einem Fest geht, ist ja wohl klar. Aber wie sieht es mit deiner Seele aus?

Vor einiger Zeit in der Umkleidekabine beim Sport. Es ging um das Thema: Was muss vor Weihnachten noch alles vorbereitet werden? „Ich muss unbedingt die Fenster putzen“, sagte die eine, „meine Schwiegereltern kommen, und die nehmen’s immer dermaßen genau.“ Eine andere meinte: „Als ich die Keksdosen von den Schränken holte, da hab ich gesehen, wie es da oben auf den Küchenschränken aussieht, habt ihr da mal geguckt? Alles voller festgeklebtem Staub!“ und so ging es weiter. – Mir lag es auf der Zunge zu fragen: Und was ist mit eurer Seele? Gebt ihr euch da auch so viel Mühe, dass die gut vorbereitet ist?

Es gibt Leute, die ganz genau wissen: Ich kriege keinen Zutritt zum Fest Gottes. Soviel, wie ich auf dem Gewissen habe, keine Chance. Ich habe mal zu einem Mann, er bezeichnete sich als Atheist, gesagt: „Ich glaube, Gott hat noch was mit Ihnen vor.“ Und er antwortete: „Hm, ich weiß nicht. Ich war auch ein sehr großer Sünder.“ Dieser Mann hat ein Bewusstsein dafür: Zwischen mir und Gott liegen Welten. Meine Schuld versperrt mir den Weg.

Aber viele denken auch: Wenn’s mehr nicht ist. Ich tue nichts Böses, gehe zur Kirche, spende für Brot für die Welt, bin nett zu meinen Nachbarn. Der liebe Gott kann doch eigentlich mit mir ganz zufrieden sein.

Wir haben aus Gott einen Gott zum Anfassen gemacht: Er liebt dich, er versteht dich, er ist dein Freund, er ist immer für dich da, er beschützt dich. Gott auf Kuschelkurs. Immer verständnisvoll und ja keinen Druck ausüben. Alles nicht falsch, aber doch sehr verkürzt. Denn die Bibel und hier der 24. Psalm kennen auch eine andere Seite Gottes, sie sagen: Gott ist heilig, groß, überwältigend, er ist unerreichbar für uns Menschen. Und er nimmt es sehr sehr ernst mit seinen Geboten. Das ist übrigens die Seite Gottes, die auch unsere muslimischen Freunde kennen und wo unser Glaube ihren berührt, sie sagen: Allah ist der Erhabene, heilig, er steht weit über den Menschen, und wir können uns nur in Demut vor ihm beugen.

Wenn wir Christen diese Seite Gottes ausblenden, dann machen wir aus Gott einen harmlosen Wohlfühlguru, der nichts zu sagen hat. Er soll uns beschützen, aber nichts befehlen, er soll sich gefälligst nicht einmischen in unser Leben. Gott wird belanglos.

Es kommt ja schon mal bei Festen vor, dass Sie sich schick finden, aber der Gastgeber findet Sie völlig unpassend gekleidet. Der Cousin meines Mannes feierte vor einiger Zeit seine Hochzeit, und alle waren sehr elegant, nur der Bruder des Bräutigams fiel aus dem Rahmen. Er hatte einen Blouson mit knallgrünen Streifen an, der von weitem aussah wie ein Jogginganzug. Wir saßen mit ihm am Tisch, und er sagte etwas unglücklich: „Ihr kennt doch Holger – den Bräutigam – der war früher so alternativ. Ich hab ihn gefragt, was ich zu seiner Hochzeit anziehen sollte, und er meinte: Och, ganz leger. Und nun sind hier alle so schick!“

Es kann also sein, dass man ohne böse Absicht völlig unpassend gekleidet ist. Ob das nicht auch bei Gott vorkommen kann? Du fühlst dich ganz passabel, aber Gott sagt: Geht gar nicht. Du passt hier nicht hin.
Denn Gott sieht dein Herz an. Der englische Prediger Spurgeon sagte mal: Man kann einen Becher von außen waschen, wie man will – wenn man ihn nicht auch innen ausspült, bleibt er schmutzig.

Der Beter des 24. Psalms fragt sich dagegen: Wie komme ich ran an diesen Gott? Ihn treibt eine tiefe Sehnsucht Gott zu begegnen, aber er spürt: Ich bin seiner nicht würdig. Ich passe da nicht hin. Wer darf hinaufsteigen auf den heiligen Berg? Gibt es überhaupt jemand, der das darf?

Nur ein einziger wird eingelassen. Erhebt eure Häupter, Tore, tut euch weit auf, uralte Türen, denn der König der Ehre kommt. Luther übersetzt: Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, und daraus ist unser beliebtes Adventslied entstanden: Macht hoch die Tür. Aber im hebräischen Text werden die Türen selber angeredet: Uralte Türen. Majestätisch erheben sie ihre Häupter, wenn der König der Ehre einzieht. Der König der Ehre: Er allein ist würdig einzuziehen in den Festsaal.

Tja, und jetzt ahnen Sie vielleicht schon, warum dieser Psalm immer im Advent gelesen wird. Der König der Ehre, das ist Jesus, sagen die Christen. Der einzige, der Gottes Vorstellungen entsprochen hat, Gottes Sohn. Er darf als einziger auf den heiligen Berg, einziehen in den Festsaal. Die alten Tore gehen weit auf für ihn. Alle sollen es sehen, dass hier der eine kommt, der bei Gott zugelassen ist. Der einzige, bei dem es 100%tig passt.

Aber weil Gott es nicht mit ansehen konnte, dass du und ich draußen bleiben sollten, hat er seinen Sohn zu uns auf die Erde geschickt. Das ist Weihnachten: Jesus verlässt den himmlischen Festsaal und kommt auf die Erde. Er zieht seine edlen Festklamotten aus und den Blaumann über.
Und da, liebe Freunde, geht unser christlicher Glaube über den muslimischen hinaus. Denn Allah würde sich nie so weit erniedrigen selber auf die Erde zu kommen. Das ist unvorstellbar. Auch im Koran gibt es eine Weihnachtsgeschichte, ja. Sogar die Jungfrauengeburt. Aber doch ist Jesus nicht Gottes Sohn im Koran, sondern ein Prophet. Denn Allah kann keinen Sohn haben. Doch im christlichen Glauben erniedrigt sich Gott. Er schickt seinen Sohn auf die Erde. Er wird als Baby geboren, wächst in einer Handwerkerfamilie auf, mit Brüdern und Schwestern und Zoff mit den Eltern und Pubertätskonflikten. Und das ist das Alleinstellungsmerkmal des christlichen Glaubens gegenüber allen anderen Religionen. Darum, wenn Leute sagen: Ach, das ist doch in allen Religionen letztlich der gleiche Gott, dann widersprechen Sie und sagen: Nein, dass Gott sich erniedrigt, dass Gott Mensch wird und zu uns herunterkommt, dass Gott uns derart nahe kommt, das gibt es nur im christlichen Glauben.

Und die angemessenen Klamotten für das Fest? Nein, die kaufst du nicht bei Wilvorst oder im Hochzeitshaus. Die kannst du nur geschenkt bekommen. Vergebung der Sünden, ein reines Herz.

Die Geschichte ging vor einigen Wochen durch die Medien. Ein Vater postete bei Twitter: „Meine 10jährige Tochter ist Autistin und trägt nur ein einziges Kleid, im Sommer wie im Winter. Es ist für sie eine Art Schutzpanzer, ohne das geht sie nirgends hin. Wer hat dieses Kleid in Größe 152/158-162?“ Womit der Vater nicht gerechnet hatte: Das Unternehmen meldete sich und schneiderte 9 Kleider nach! Und nahm nicht einen Cent dafür. Ein Sprecher der Firma sagte: „Es war ein riesiger Aufwand, weil wir das Kleid seit 2008 nicht mehr im Sortiment haben. Aber Maggie bedeutet es extrem viel. Uns war sofort klar, dass wir das für sie tun.” Maggies Familie war überwältigt. „Das entlastet uns als Familie enorm. Jetzt können wir die Kleiderfrage hintenan stellen,“ sagte ihr Vater.

Ein passendes Outfit für den Eintritt bei Gott. Gott hat das bereits für dich geregelt. Jesus hat das neue Kleid für dich gemacht. Es war ein riesiger Aufwand, es hat sein Leben gekostet. Aber dich kostet es keinen Cent. Bitte einfach Jesus es dir zu schenken. Deine Schuld zu vergeben, mit Gott im Einklang zu leben. Und du brauchst dir um den Eintritt bei Gott keine Sorgen mehr zu machen. Einer, der das erlebt hat, schreibt: „Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. Damit will ich vor Gott bestehen, wenn ich zum Himmel wird eingehn.“ Amen

 


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In der Kirchengemeinde Langenholtensen investiert Europa in die ländlichen Gebiete

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Mit dieser Maßnahme wird die nachhaltige Entwicklung von Dörfern im ländlichen Raum unterstützt.